Geschichte des WIR - Zahlungsverkehrs Was ist WIR? Anstelle mit Geld arbeitet die WIR (Wirtschaftsring-Genossenschaft) mit Verrechnungseinheiten, die auf offizielle Schweizer Franken lauten. Ähnlich wie bei Girokonten einer Bank werden Konten für die Teilnehmer geführt, auf denen Einnahmen und Ausgaben verbucht werden. Der Vorgang entspricht einer Kontokorrentbuchführung, bei der die Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet werden, das heisst die Rechnungen werden durch Gegenleistung ohne Geldzahlungen beglichen. WIR-Guthaben sind gebundene Kaufkraft, das heisst, sie werden zum Vorteil der angeschlossenen Teilnehmer immer wieder im gleichen Kreis ausgegeben. WIR-Geld ist paritätisch zum Schweizer Franken und trägt als aktives Geld keine Zinsen, damit es wieder rasch in Zirkulation gebracht wird. Geschichte Die Weltwirtschaftskrise der Dreissigerjahre war der Auslöser zur Gründung der WIR (Wirtschaftsring-Genossenschaft) im Jahr 1934. Damit wollte man dem knappen Geldumlauf infolge Geldhortung entgegenwirken. Nach der Freiwirtschaftstheorie sollte Geld zinsfrei sein. Dieses “Freigeld“ wurde später “neutrales Geld“ genannt. Für Geld, das liegen bleibt, sollte eine Rückhaltegebühr entrichtet werden. Die WIR (Wirtschaftsring-Genossenschaft) war nicht die erste Selbsthilfevereinigung, die eine Art Tauschhandel, basierend auf dieser Geldtheorie, organisierte. In jenen Krisenjahren bildeten sich weltweit, vor allem in den USA, Selbsthilfevereinigungen, die unter ihren Mitgliedern einen Tauschhandel organisierten. In Europa entstanden ebenfalls eine ganze Reihe bargeldloser Tauschringe. Der Wirtschaftsring selbst wurde nach dem Vorbild des “Nordischen Clearings“ aufgebaut. All diese in der Not der Stunde entstandenen Organisationen überlebten in Europa damals nur kurze Zeit. Entweder fehlte Ihnen die rechtliche Grundlage, sie gingen Konkurs oder sie verloren mit dem Ende der Krise ihre Bedeutung. Einzig der Wirtschaftsring überdauerte. Die geldreformerischen Ziele, vor allem die zinskritischen Hintergründe gemäss Freigeldtheorie, welche die WIR-Gründer anfangs verfolgten, wurden schnell aufgegeben. Auf WIR-Kredite wurde ein bescheidener Zins erhoben und Genossenschaftsanteile wurden verzinst. Rückhaltegebühren auf inaktivem Geld wurde nie richtig erhoben. Seit der Gründung aber gilt der Selbsthilfegedanke unter den Teilnehmern. Im Gegensatz zu anderen Barter-Organisationen hat die Wirtschaftsring-Genossenschaft seit 1936 den Status einer Bank. Dies brachte unter anderem den Vorteil, über die WIR- Kreditvergabe die WIR-Geldmenge zu steuern und damit der WIR-Verrechnung stets die notwendigen Impulse zu geben. Chronologie 1934 - 2000 1934 Gründung. 1936 Unterstellung unter das Bankengesetz. 1940 Öffnung des zuvor exklusiven Genossenschafterkreises für jeden aktiven WIR-Teilnehmer. 1948 Abschied vom Schwundgeldexperiment, Annäherung an traditionelle kaufmännische Grundsätze. 1952 Distanzierung von der Freigeldtheorie, Verzinsung des Genossenschaftskapitals, Umsatz über 10 Mio. Franken. 1954 Einführung des stillen WIR-Teilnehmers ohne festen Annahmesatz zur Erschliessung neuer Marktsegmente. 1958 Neues Leitbild, Konzentration auf Anliegen des mittelständischen Gewerbes, Betonung des Selbsthilfecharakters und Bekräftigung des Genossenschaftsstatus. 1964 Umsatz über 100 Mio. Franken. 1973 Massnahmen gegen Einschlaghandel mit WIR-Guthaben. 1980 bis 1991 Umsatzgrenzen wachsen von 250 Mio. Franken auf über 2 Mia. Franken. 1992/93 Neue Kapitalbasis mit einem Genossenschaftskapital von 8 Mio. Franken und 1. Kapitalerhöhung. Schaffung eines tragfähigen Fundamentes für unternehmerischen Handlungsspielraum und zur Expansion der Geschäftstätigkeit in den CHF-Bereich. 1995 Diversifikationsstrategie als Weichenstellung in Richtung CHF-Geschäft. Der Name “WIR Bank“ beginnt, den immer wieder missdeuteten Begriff “Wirt-schaftsring“ abzulösen. 1997 erfolgt der schrittweise Einstieg der WIR Bank ins Schweizerische Bankgeschäft. Herkömmliche Bankprodukte im Bereich Sparen und Vorsorge werden in die Angebotspalette der WIR Bank aufgenommen. 2000 erfolgt die Öffnung der WIR Bank für das breite Publikum. Seit jenem Zeitpunkt sind die Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie der inländische Zahlungsverkehr der WIR Bank auch für Privatpersonen zugänglich, die keine Beziehung zur WIR-Verrechnung haben. Praxisbeispiele: Bei der Firma Armin Weber Velos-Motos 5610 Wohlen, kann bei folgenden Produkten WIR platziert werden: Auf Fahrräder der Marke Interbike nehmen wir auf Mountainbikes, Trekkingbikes, Citybikes und Spezialbikes gerne 100% WIR auf den ganzen Betrag. Auf Elektrobikes der Marke Helkama nehmen wir 50% WIR (Fr. 1000.00). Auf Mofas der Marke Pony nehmen wir 30% WIR (Fr. 600.00). Auf Roller der Marken Piaggio, Vespa und Gilera nehmen wir auf Lagerfahrzeuge 50% WIR auf den ganzen Betrag.
· · · · Velos Mofas Roller Motorräder Occasionen Vermietung Aktionen WIR-Angebote Diverses History Kontakte Links